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…Versprechen darf ich trotzdem brechen. Wer in diesem Posting nämlich auf Amsterdam-Fotos und -eindrücke gehofft hat, den muss ich enttäuschen. Die folgen aber noch – versprochen!
Stattdessen liegt mir etwas anderes auf dem Herzen: Morgen ist die erste Bewährungsprobe für JUKreiz, das multimediale Ausbildungsprojekt VON uns JUK-Studenten FÜR uns JUK-Studenten. Punkt 7.30 Uhr werden Dani und Michael Graz und Umgebeung mit der Nachrichtensendung „aufSTRICH“ beglücken. Und zwar auf Radio Helsinki (92,6). Diese Nachrichtensendung ist zweimal pro Woche angesetzt (Dienstag und Freitag, jeweils um 7.30 Uhr) und wird sich mit dem aktuellen Tagesgeschehen befassen. Und zwar eine halbe Stunde lang, mit wechselnder Moderation.
Doch JUKreiz ist noch mehr: ein Podcast, ein Weblog und Pläne für Print- und Fernsehprojekte.
Reinschnuppern lohnt sich. Versprochen.
Bevor ich gleich nach Amsterdam wegzische, möchte ich noch eine Frage zum Wahlkampf loswerden:
Dürfen Journalisten keine eigene Meinung haben?
Warum wird die Berichterstattung über den Wahlkampf meistens darauf beschränkt, die Farben der Krawatten zu analysieren, den Hintergrund der Wahlplakate zu interpretieren, Wahlkampfbotschaften auf ihre PR-Wirksamkeit abzuklopfen und Wahlgeschenke zu vergleichen? Warum dürfen Journalisten nach einer Politikerdiskussion nur aufzählen, wie lange der eine gelächelt und der andere gesprochen hat?
Wann geht denn endlich die Diskussion über den Inhalt der Wahlprogramme los? Tendenzen dazu gibt es ja schon, wenn etwa die Finanzierbarkeit der Wahlzuckerln diskutiert wird. Darüber hinaus geht es aber selten. Das soll jetzt keinesfalls die Aufforderung sein, dass sich jeder Journalist an den Krone-Stil anpassen soll! Aber eine breitere Diskussion über die Sinnhaftigkeit und Umsetzbarkeit von Politikervorschlägen muss doch möglich sein.
Woran liegt es denn, dass Journalisten lieber die Medientauglichkeit eines Politikers kommentieren als deren politisches Schaffen?
Weil es einfacher ist. Um dem Vorschlag eines Politikers den Wind aus den Segeln zu nehmen, braucht es schon beträchtliches Hintergrundwissen. Da ist es einfacher und sicherer, nur den Krawattenknopf zu bewerten.
Weil sie feige sind. Ein Journalist, der sich in Österreich für eine Partei auspricht, wird gleich in eine Schublade gesteckt. Ihm wird Unterwürfigkeit und Parteizugehörigkeit unterstellt. Ich glaube, in anderen Ländern ist die Tradition anders. In Amerika ist es für eine Zeitung ja sogar üblich, eine Wahlempfehlung abzugeben.
Weil sie sich überschätzen. Liebe Kollegen, so groß ist eure Macht und eure Manipulationsgabe auch wieder nicht, dass ihr mit eurer Meinung in einem läppischen Kommentar die ganze Leserschaft von einer Partei überzeugen könnt. Keine Sorge!
Welche dieser drei Möglichkeiten es ist, die Journalisten dazu bewägt, sich zwar als Sprachrohr für die Punkteprogramme der jeweiligen Parteien herzugeben, die Analyse davon aber beim Krawattenknopf enden zu lassen, weiß ich auch nicht. Wahrscheinlich eine Mischung. Oder fallen euch noch andere Gründe ein? Oder liege ich etwa ganz falsch und ihr meint, politische Inhalte werden genug diskutiert? Bitte kommentieren!
Fotos und Eindrücke von Amsterdam gibt es dann nächste Woche. Bin schon weg.
Ambivalenz. Die Skyline des Bankenviertels grenzt an den mittelalterlichen Tower of London. Der obdachlose Penner schläft am Eingang des teuersten Geschäftes in der Oxford Street. Der gestylte Geschäftsmann im Nadelstreifanzug trifft im Hyde Park auf die Omi mit Mindestpension. Noch nie sind mir in einer Stadt die Gegensätze so krass aufgefallen wie in London. Gut, ich war auch selten in richtigen Großstädten (ausgenommen Paris). Moskau, Bueonos Aires oder New York verdienen wahrscheinlich viel eher den Titel „Stadt der Gegensätze“. Für mich war es dennoch eine neue Erfahrung.
Charming. London ist laut, teuer und dreckig. London ist verregnet, voll von schlecht gelaunten, gestressten Menschen und lärmenden Touristen. Den Charme dieser großen Stadt machen aber Londons kleine Ecken aus. Der Gitarrist in der U-Bahn-Station. Die entzückende Engländerin in der Bakery. Die romantischen Gässchen in Soho. Die kleine Bar in Notting Hill.
ClickClickClickClickCamera! Sightseeing musste bei meinem 5-Tage-Trip nach London mit den Mädels natürlich trotzdem sein! Trafalgar Square, Buckingham Palace, Tower-Bridge, Houses of Parliament und Big Ben – knips, knips und weiter geht’s. Wer so wenig Zeit hat, kann nicht lang an einem Ort verweilen. Schade, denn vieles hätte man genauer inspizieren müssen… Allein in der National Gallery hätten wir einen Tag verbringen können! Wahnsinn, welche Masse an Kunstwerken dort ausgestellt wird. Und das ICA (Institute of Contemporary Arts) – genauso sehenswert!
- Camden Market
- Unten durch…
- Tschinbumm!
- Zeitgenössische Kunst
- Idylle im St. James Park
- Tower Bridge
- Die National Gallery
- Reggae vor Lord Nelson
- Wo ist die Queen?
- Moderne und Geschichte – grau in grau
Psssssssssssst, ich war auch bei Madame Tussaud’s… War aber lustig. Hab ein Foto mit Johnny, Brad und Shrek. Voll cool, ge? Irgendwie versteh ich jetzt aber auch die Aufregung um den Wachs-Hitler in Berlin. Wenn dich ein Mann freundlich lächelnd bittet ein Foto von ihm zu machen, um sich dann mit erhobenem Arm und triumphierenden Gesichtsausdruck neben den Führer höchstpersönlich zu stellen, hört sich der Spaß auf. Finde ich zumindest.
Last orders! Die Pubs haben wir Mädels natürlich genauso unsicher gemacht. Ich war etwas schockiert, dass du schon um 23.30 Uhr rauskatapultiert wirst. Und zwar ziemlich unfreundlich – mit unangenehmen Glockenschlägen und grellem Licht. Dann geht es eben weiter in die Clubs, die gibt es ja wie Sand am Meer…
Vielvölker-Metropole und Weltstadt. London ist international und multikulturell. Auf den ersten Blick hat man den Eindruck, dass alles blendend funktioniert. „Leben und leben lassen!“, lautet das Motto. Man spricht französisch, irisch, polnisch, jiddisch, japanisch. Und man versteht sich. Das China-Restaurant duftet neben dem schrulligen Italiener, der Koreaner verkauft den Evening-Standard neben dem schwarzen Soul-Singer. Ganz friedlich. Banden-Kriege und Teenager-Morde sind die andere Seite der Medaille. Die Ghettos am Stadtrand. Die Penner.
London kann man nicht in fünf Tagen entschlüsseln. Auch nicht in einer Woche und nicht in einem Monat. Einen Versuch war es aber wert…
Markus hat mir ein Stöckchen (bitte was?) zugeworfen. Wenn ich den Sinn dahinter richtig verstanden habe, soll ich folgende Fragen beantworten, damit wir JUK-Studierende besser über unser Tun im Internet informiert und besser vernetzt sind. Stöckchenwerfer der ersten Stunde war übrigens Michael.
Na dann:
Was finde ich in deinem Blog?
Hmm, leider noch nicht so viel, bin ja noch nicht lange unter den Bloggern… Grundsätzlich aber alles, was mich interessiert – das heißt Kultur, Politik, Journalismus und hin und wieder ein paar persönliche Geschichten.
Warum bloggst du darüber?
Ich schreibe gern. Ich merke, dass ich beim Schreiben meine eigenen Gedanken besser ordnen kann. Auch Gegenstimmen zu provozieren, macht Spaß. Es ist spannend zu verfolgen, welche Einträge auf höheres Interesse stoßen.
Und natürlich ist Bloggen eine gute Übung für meine spätere journalistische Tätigkeit.
Dein Lieblingsblog, und warum?
Zunächst Blogs von Leuten, die ich persönlich kenne.
Wenn ich meinem Google-Reader trauen kann, ist FM5 mein „Lieblingsblog“, ist aber eher ein Freies Magazin, dessen Einträge mehrere Leute schreiben. Gerade das macht es für mich aber umso spannender; und ich mag die Themensetzung (Musik, Jugendkultur, Politik etc.). White Tapes mag ich auch gern. (Und CHILLI.cc mochte ich…)
Typische Blogs sind das zwar nicht, trau mir aber noch keine Empfehlung abzugeben, weil ich selbst noch beim Testen bin…
Feedreader oder Website?
Feedreader. Außer zum Kommentieren und bei längeren Einträgen.
Wo bist du noch aktiv (delicio.us, andere Blogs, Twitter, friendfeed, soziale Netzwerke…)?
Irgendwann registriert und angemeldet habe ich mich fast überall (außer Twitter!!!!), aktiv bin ich momentan nur bei:
Du bloggst zuviel, oder du liest zuviel?
Blöde Frage (tschuldigung). Lesen kann man ja gar nie zu viel (außer vielleicht zu viel Blödsinn). Ich glaube, ich blogge auch nicht zu viel oder zu wenig. Man muss sich ja manchmal rar machen… Eindeutig aber kommentiere ich zu wenig. Irgendwie ist das der anstrengendste Part – keine Ahnung, warum!
Und wem knallst du das Stöckchen an den Kopf?
Ich knall’s mal Dani an den Kopf (Achtung, ducken!), sie soll ihren Senf dazugeben….
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Und sonst so (wie der Schneeengel fragen würde)? Bin nächste Woche in London – also nicht wundern, wenn es nichts von mir zu hören gibt. Danach aber umso mehr mit vielen Eindrücken und Fotos!
Bis dann, Graz. Bis dann, Welt.
Soso.
Zwei Monate Arbeiten sind zu Ende – eigentlich schneller gegangen, als ich befürchtet hatte. Vor allem, weil es meistens wirklich interessant, lehrreich und spannend war.
Meine letzte Woche bei der „Kleinen Zeitung“ war besonders lustig: Ich durfte auf beide Pete Doherty-Konzerte gehen und darüber berichten.
Vom kleinen Gig in der Scherbe (mit nur ca. 50 Leuten) habe ich leider keine Fotos (hatte keine Kamera dabei), Fotos gibt es aber auf der Homepage des NonStop-Kinos.
Dafür habe ich im NonStop-Kino umso mehr geknipselt. (Leider nicht in besonders guter Qualität).
Die Konzerte waren übrigens echt hörenswert, vor allem das in der Scherbe. Nervig waren nur die 16-jährigen Girlies, die nicht der Musik wegen gekommen waren, sondern nur „zum Pete Schauen“. Warum man dafür 80 Euro zahlt, ist mir ein Rätsel.
Ich will jetzt aber gar keine Konzertkritik schreiben – gab’s ja eh schon zum Lesen – sondern nur meine Fotos loswerden…
Und: Ja, ich bin in der ersten Reihe gestanden. Und: Nein, ich bin kein Groupie. Die Mädels ganz vorne sind während des Konzertes reihenweise umgekippt (wegen der Hitze!) und ich kam so ganz unfreiwillig in diesen „Genuss“. Ich schwöre!
Eines noch: Society-Reporter ist glaub’ ich der g’schissenste Job, den es überhaupt gibt.
















